Markenwissen-Wissensbasis: Konsistenz-Korrekturen + Copyright-Hygiene
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Konsolidierter, bereinigter Stand der Wissensbasis (docs/). Frischer
Wurzel-Commit, um urheberrechtlich problematische Volltexte aus der
Historie zu entfernen (die bisherige Historie bestand aus einem einzigen
Initial-Commit).

Enthaltene Änderungen (vgl. docs/_Steuerung/CHANGELOG.md, 2026-05-29):
- Copyright-Hygiene: 25 Volltext-/Übersetzungsdateien (Sharp 14 Kap.,
  Wala 11 Kap.) entfernt; je Quelle _Fundstellen-Index.md als
  Provenienzbeleg; Quellnachweise + Steuerungsdateien angepasst.
- Konsistenz-Korrekturen: Reichweite 000-013 (Scorecard-Regeln),
  Rule-ID MW-WK-DIFF-101, Quellnachweis-Dateiverweis, Dok.000 v2.0.2.
- Dateinamen-Normalisierung: Startdatei ohne Leerzeichen.

Originale (Wala/Sharp E-Books) privat außerhalb des Repos archiviert.

Co-authored-by: Cursor <cursoragent@cursor.com>
This commit is contained in:
Kevin Adametz 2026-05-29 08:23:03 +00:00
commit 00796a35d5
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@ -0,0 +1,243 @@
# Wissensdokument 002 — Version 1.1
Es ist das **entscheidende Scharnier** zwischen Strategie und Tool. Alles, was danach kommt (UI, Agent, Pricing, LinkedIn, Partner), hängt davon ab.
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## Die minimale Marken-DNA-Struktur
### Die kleinste handlungsfähige Einheit von Marke
**Status:** Fixiert
**Version:** 1.1 (ersetzt 1.0)
**Zweck:** Einheitliche Struktur zur Erfassung, Speicherung und operativen Nutzung von Marke
**Gültig für:** markemacht.de · Brand Rules (brand-rules.com) · adametz.media
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### Änderungsvermerk (gemäß Dok. 000 §5.2)
| Feld | Wert |
| --- | --- |
| Version | 1.0 → 1.1 (redaktionell/strukturell) |
| Datum | 27.05.2026 |
| Begründung | Die Regel in §3.3 verlangte „alles muss negativ definierbar sein". Als Absolutum falsch: legitime positive Regeln („Zahlen vor Emotionen") werden in den Referenzfällen (Dok. 010) selbst genutzt. Der wahre Kern ist **Prüfbarkeit**, nicht Negativformulierung. |
| Betroffene Dokumente | Dok. 002 §3.3, Anschluss an Dok. 011b (Reifegrad-Check „Anteil prüfbarer Regeln") |
| Entscheidung | Kevin Adametz (Letztinstanz, Dok. 000 §4.1) |
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## 1. Grundannahme (nicht verhandelbar)
> Eine Marke ist nur dann real, wenn sie in Abwesenheit des Markeneigentümers konsistent handeln kann.
Daraus folgt:
- Alles, was nicht dokumentiert ist, existiert nicht.
- Alles, was nicht strukturiert ist, ist nicht nutzbar.
- Alles, was nicht begrenzt ist, verwässert.
Die Marken-DNA ist **kein Leitbild**, kein Manifest, kein Text. Sie ist ein **operatives Regelwerk**.
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## 2. Designprinzip der Marken-DNA
Die Struktur muss:
- **vollständig** sein (keine relevanten Lücken)
- **reduziert** sein (keine Überforderung)
- **entscheidungsfähig** sein (klar ja / klar nein)
- **toolfähig** sein (maschinenlesbar, nicht poetisch)
> Wenn ein Element nicht zu einer klaren Entscheidung führt, fliegt es raus.
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## 3. Die fünf Bausteine der minimalen Marken-DNA
Die Marken-DNA besteht aus **fünf** Bausteinen. Nicht mehr. Nicht weniger.
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### 3.1 BAUSTEIN 1: IDENTITÄTSKERN
**„Wer sind wir jenseits von Produkten?"**
**Zweck:** Schafft innere Konsistenz und Orientierung.
**Definition:** Der Identitätskern beschreibt die **innere Logik** des Unternehmens nicht das Angebot.
**Bestandteile (fix):**
- Selbstverständnis (12 Sätze)
- Haltung (woran wir glauben / woran nicht)
- Motivation (warum wir tun, was wir tun ohne Pathos)
**Regel:**
- Keine Marktbegriffe
- Keine Kundenargumente
- Keine Nutzenversprechen
**Testfrage:**
> Würde dieser Kern auch gelten, wenn sich Produkte, Märkte oder Technologien ändern?
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### 3.2 BAUSTEIN 2: POSITIONIERUNGSLOGIK
**„Warum wir und nicht die anderen?"**
**Zweck:** Verhindert Vergleichbarkeit.
**Definition:** Nicht *was* wir besser machen, sondern **nach welcher Logik** wir anders sind.
**Bestandteile (fix):**
- Relevantes Problem (aus Sicht des Kunden)
- Unsere Lösungslogik (wie wir grundsätzlich denken/handeln)
- Klare Abgrenzung (was wir bewusst nicht tun)
**Wichtig:** Keine Superlative. Keine Features. Keine Behauptungen ohne Logik.
**Regel:**
> Positionierung ist Ausschluss, nicht Anpreisung.
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### 3.3 BAUSTEIN 3: SPRACH- & TONALITÄTSREGELN
**„Wie sprechen wir und wie niemals?"**
**Zweck:** Macht Kommunikation reproduzierbar.
**Definition:** Ein explizites Regelwerk für Sprache, Ton und Argumentation.
**Bestandteile (fix):**
- Sprachmodus (z. B. sachlich, direkt, technisch, nüchtern)
- Do's (z. B. kurze Sätze, aktive Sprache, konkrete Beispiele)
- Don'ts (z. B. Buzzwords, Übertreibungen, Phrasen)
- Argumentationsstil (Zahlen, Logik, Erfahrung, Beweis)
**Regel:**
> Jede Regel muss **prüfbar** sein es muss erkennbar sein, was ihr widerspricht. Das gelingt oft über explizite Don'ts, kann aber auch eine positive Regel mit klarer Verletzungsbedingung sein (z. B. „Zahlen vor Emotionen" → Verletzung: Emotionalisierung ohne Zahl).
Test: Wenn man nicht sagen kann, *was die Regel verletzt*, ist sie zu weich.
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### 3.4 BAUSTEIN 4: THEMEN- & RELEVANZRAHMEN
**„Worüber sprechen wir und worüber bewusst nicht?"**
**Zweck:** Fokussiert Kommunikation und verhindert Beliebigkeit.
**Definition:** Ein klarer Themenkorridor, der bestimmt, was markenkonform ist.
**Bestandteile (fix):**
- Kern-Themen (max. 3)
- Unterstützende Themen (optional)
- Tabu-Themen (klar benannt)
- Perspektive auf Themen (z. B. kritisch, pragmatisch, erklärend)
**Regel:**
> Eine starke Marke spricht über wenig aber konsequent.
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### 3.5 BAUSTEIN 5: ENTSCHEIDUNGS- & GRENZREGELN
**„Was darf diese Marke niemals tun?"**
**Zweck:** Schützt die Marke vor Verwässerung intern wie extern.
**Definition:** Explizite Grenzen für Verhalten, Aussagen und Auftritte.
**Bestandteile (fix):**
- No-Go-Claims (z. B. Marktführer, garantiert, einzigartig)
- No-Go-Formate (z. B. Trends, Memes, Rabatt-Sprache)
- No-Go-Haltungen (z. B. Anpassung um jeden Preis)
- Kritische Prüfregeln („Wenn X zutrifft, dann Y nicht tun")
**Regel:**
> Grenzen sind wichtiger als Botschaften.
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## 4. Warum genau diese fünf Bausteine
Jeder Baustein beantwortet **eine operative Frage**:
| Baustein | Antwortet auf |
| --- | --- |
| Identitätskern | „Aus welcher Haltung handeln wir?" |
| Positionierung | „Warum wir logisch, nicht emotional?" |
| Sprache & Ton | „Wie klingt diese Marke immer?" |
| Themenrahmen | „Worüber dürfen wir sprechen?" |
| Entscheidungsregeln | „Was ist strikt verboten?" |
Wenn alle fünf beantwortet sind, kann KI markengerecht arbeiten, können Mitarbeiter selbstständig kommunizieren, kann Konsistenz überprüft werden.
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## 5. Überführung in Brand Rules (entscheidend)
Diese Struktur ist **1:1 toolfähig**. Jeder Baustein wird strukturiert erfasst (keine freien Essays), versioniert und für Generierung **und** Validierung genutzt.
Das Tool fragt nicht:
> „Schreib einen Post."
Sondern:
> „Ist dieser Post konform mit DNA v1.2?"
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## 6. Zeit- & Komplexitätsversprechen
- Erfassungszeit: **6090 Minuten**
- Verständlich für: Geschäftsführer, Marketing, Vertrieb
- Wartbar: Ja
- Erweiterbar: Ja (aber nicht verpflichtend)
Alles Weitere (Archetypen, Narrative, Kampagnen) ist **Add-on**, kein Fundament.
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## 7. Maßstab für Erweiterungen
Neue Felder, Features oder Daten dürfen **nur** ergänzt werden, wenn sie:
> eine bestehende Entscheidung schneller, klarer oder sicherer machen.
Alles andere bleibt draußen.
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## 8. Zusammenfassung (Essenz)
- Marke ist ein Regelwerk
- Regeln müssen explizit und prüfbar sein
- Fünf Bausteine reichen
- Alles darüber ist Kür
> Ohne Struktur keine Klarheit. Ohne Klarheit keine Marktmacht.
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### Ende Wissensdokument 002 (Version 1.1)
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