markemacht/docs/00_Methodik-Verfassung/Wissensdokument_003.md
Kevin Adametz 2a617e09cc
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tests / ci (8.4) (push) Waiting to run
tests / ci (8.5) (push) Waiting to run
Initial commit: Laravel-Skelett + Markenwissen-Verfassung + markemacht.de Web
Erfasst den vollständigen Projektstand mit drei Hauptbereichen:

1. Laravel 11 Application-Skelett
   - Standard-Setup (app/, bootstrap/, config/, database/, public/, resources/, routes/, storage/, tests/)
   - Composer + npm Konfiguration
   - Devcontainer für Laravel Sail (PHP/MySQL/Redis)
   - GitHub Actions Workflows (lint + tests)
   - Tailwind/Vite Build-Pipeline

2. docs/ – Wissensbasis "Marke macht." (Methodik-Verfassung)
   Stand nach Pflegerunde 2026-05-28:
   - 00_Methodik-Verfassung: Dok. 000 (v2.0.2) bis Dok. 013 (NEU) + Anhänge
   - 10_Quellen-Original: Wala, Sharp, Simon (read-only Quellen)
   - 20_Markenwissen: 25 abgeleitete MW-Dokumente (Wala_MW-WAL, Sharp_MW-HBG, Simon_MW-SIM)
   - 30_Synthese: Markenwissen_I_Synthese_Gesamt + Scorecard-Regeln
   - 40_Implementierung: 011b-Erweiterung
   - _Steuerung: 00_START_HIER, Serienübersicht, CHANGELOG.md

   Letzte methodische Eingriffe:
   - Methodik-Update v2.0 (Ownership Autorenschaft/Anwendung, Geltungsbereich Kernthese,
     Score-Ebenen DNA-Reifegrad, Preislogik Governance-Scope)
   - Dok. 013 NEU: Akquise- & Conversion-Logik (Auffahrten statt Funnel)
   - Rebranding brandwork.io → Brand Rules (brand-rules.com)
   - Schichtverletzungen behoben, Ordner-Symmetrie hergestellt, Verweise konsolidiert

3. _markemacht.de/ – Web-Frontend Design-Sandbox
   - Statische HTML-Entwürfe (Startseite, Methode, Manifest, Denken, Blog)
   - Design-System (warm_intellectualism, based_web_design)
   - Assets (CSS, JS, Favicon)

Konfiguration:
- .gitignore um .DS_Store und Thumbs.db erweitert
- Lokale Git-Identity gesetzt: Kevin Adametz <kevin.adametz@me.com>
- .env wird ignoriert (nur .env.example versioniert)

Konfliktregel: Bei Spannung zwischen Code und Methodik gilt die Methodik (Dok. 000).
Co-authored-by: Cursor <cursoragent@cursor.com>
2026-05-28 16:01:54 +00:00

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# Wissensdokument 003
Es beantwortet eine einzige Frage:
> Wie entsteht diese Marken-DNA reproduzierbar ohne Kreativ-Show, ohne Workshop-Zirkus, ohne Abhängigkeit von dir?
>
---
## Der Prozess zur Erstellung der Marken-DNA
### Von implizitem Wissen zu operativer Klarheit
**Status:** Fixiert
**Version:** 1.0
**Zweck:** Reproduzierbarer Prozess zur Erstellung der Marken-DNA
**Anwendung:** Beratung · Tool-Onboarding · Partner-Setup
---
## 1. Grundprinzip des Prozesses
> Marken-DNA wird nicht erfunden,sie wird freigelegt, strukturiert und fixiert.
>
Der Prozess ist:
- **diagnostisch**, nicht kreativ
- **entscheidungsorientiert**, nicht diskursiv
- **reduktiv**, nicht additiv
Ziel ist **nicht Inspiration**, sondern **Eindeutigkeit**.
---
## 2. Rolle der Beteiligten (klar getrennt)
### 2.1 Unternehmen (Kunde)
- Liefert Realität
- Trifft Entscheidungen
- Verantwortet Inhalte
### 2.2 System / Methode
- Stellt die richtigen Fragen
- Erzwingt Klarheit
- Verhindert Ausweichantworten
### 2.3 Experte (Kevin Adametz / zertifizierte Partner)
- Moderiert Entscheidungen
- Übersetzt implizites Wissen in Struktur
- Stoppt Widersprüche
> Der Experte denkt nicht für den Kunden er zwingt ihn, selbst klar zu denken.
>
---
## 3. Prozess-Überblick (High Level)
Der Prozess besteht aus **vier Phasen**:
1. Vorbereitung (Realität sammeln)
2. Diagnose (Widersprüche sichtbar machen)
3. Entscheidung (DNA fixieren)
4. Validierung (Praxistest)
Kein Workshop-Marathon.
Kein „Lasst uns mal brainstormen“.
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## 4. Phase 1: Vorbereitung Realität statt Wunschbild
**Ziel:**
Das Unternehmen so zeigen, **wie es tatsächlich kommuniziert**, nicht wie es sein möchte.
**Input (verpflichtend):**
- Bestehende Website
- 510 reale Texte (Mail, Angebot, Post, Präsentation)
- 3 typische Kundenfragen
- 3 typische Einwände
- Beschreibung der wichtigsten Zielgruppe(n)
**Wichtig:**
Kein Neuschreiben. Keine Optimierung. Nur Ist-Zustand.
> Marken-DNA beginnt mit Ehrlichkeit.
>
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## 5. Phase 2: Diagnose Widersprüche offenlegen
**Ziel:**
Sprachliche Unklarheit sichtbar machen.
**Typische Diagnosefragen:**
- Wo widersprechen sich Aussagen?
- Wo wird ausweichend formuliert?
- Wo werden Begriffe benutzt, die niemand definiert?
- Wo klingt alles wie „alle anderen“?
**Ergebnis:**
- Klar identifizierte Unschärfen
- Erste Ausschlüsse („Das sind wir definitiv nicht“)
> Klarheit entsteht zuerst durch Nein, nicht durch Ja.
>
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## 6. Phase 3: Entscheidung Die fünf Bausteine fixieren
Jetzt wird **nicht mehr diskutiert**, sondern entschieden.
Die fünf Bausteine aus Wissensdokument 002 werden **nacheinander** fixiert in genau dieser Reihenfolge:
1. Identitätskern
2. Positionierungslogik
3. Sprach- & Tonalitätsregeln
4. Themen- & Relevanzrahmen
5. Entscheidungs- & Grenzregeln
### Wichtige Regel:
- Jeder Baustein wird **finalisiert**, bevor der nächste beginnt.
- Keine Rücksprünge.
- Keine „wir überlegen das später“.
> Unentschiedenheit ist der größte Markenfehler.
>
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## 7. Phase 4: Validierung Realitätstest
**Ziel:**
Beweisen, dass die DNA funktioniert.
**Validierungsschritte:**
- Generierung von 23 realen Texten (z. B. LinkedIn-Post, Angebotsabsatz)
- Abgleich mit:
- Identitätskern
- Tonalitätsregeln
- Entscheidungsgrenzen
**Leitfrage:**
> „Würden wir diesen Text unterschreiben auch in fünf Jahren?“
>
Wenn nein:
- DNA nachschärfen
- nicht den Text
---
## 8. Ergebnis des Prozesses (klar definiert)
Am Ende existiert:
- **Eine versionierte Marken-DNA (v1.0)**
- Verständlich für:
- Geschäftsführung
- Marketing
- Vertrieb
- Nutzbar für:
- Menschen
- KI-Systeme
- Onboarding
- Unabhängig von:
- einzelnen Personen
- Agenturen
- Tools
> Die Marke ist erstmals besitzbar.
>
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## 9. Überführung in Brand Rules
Nach Abschluss des Prozesses wird die DNA:
- strukturiert im Tool hinterlegt
- versioniert
- gegen Veränderungen abgesichert
Ab jetzt gilt:
> Kein Inhalt ohne DNA-Referenz.
>
---
## 10. Skalierungslogik des Prozesses
Der Prozess ist:
- manuell moderierbar (High-End-Beratung)
- teilautomatisierbar (Tool-gestützt)
- partnerfähig (zertifizierte Durchführung)
Skalierung entsteht durch:
- Standardisierung der Fragen
- Klarheit der Struktur
- nicht durch Geschwindigkeit
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## 11. Abgrenzung (bewusst)
Dieser Prozess ist **kein**:
- Kreativworkshop
- Leitbildprozess
- Agentur-Briefing
- Marketing-Meeting
Er ist:
> Ein unternehmerischer Klärungsprozess.
>
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## 12. Zusammenfassung (Essenz)
- Klarheit entsteht durch Entscheidung
- Entscheidungen brauchen Struktur
- Struktur schlägt Kreativität
- Validierung schlägt Bauchgefühl
> Eine Marke wird nicht entwickelt.Sie wird festgelegt.
>
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### Ende Wissensdokument 003
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