Erfasst den vollständigen Projektstand mit drei Hauptbereichen:
1. Laravel 11 Application-Skelett
- Standard-Setup (app/, bootstrap/, config/, database/, public/, resources/, routes/, storage/, tests/)
- Composer + npm Konfiguration
- Devcontainer für Laravel Sail (PHP/MySQL/Redis)
- GitHub Actions Workflows (lint + tests)
- Tailwind/Vite Build-Pipeline
2. docs/ – Wissensbasis "Marke macht." (Methodik-Verfassung)
Stand nach Pflegerunde 2026-05-28:
- 00_Methodik-Verfassung: Dok. 000 (v2.0.2) bis Dok. 013 (NEU) + Anhänge
- 10_Quellen-Original: Wala, Sharp, Simon (read-only Quellen)
- 20_Markenwissen: 25 abgeleitete MW-Dokumente (Wala_MW-WAL, Sharp_MW-HBG, Simon_MW-SIM)
- 30_Synthese: Markenwissen_I_Synthese_Gesamt + Scorecard-Regeln
- 40_Implementierung: 011b-Erweiterung
- _Steuerung: 00_START_HIER, Serienübersicht, CHANGELOG.md
Letzte methodische Eingriffe:
- Methodik-Update v2.0 (Ownership Autorenschaft/Anwendung, Geltungsbereich Kernthese,
Score-Ebenen DNA-Reifegrad, Preislogik Governance-Scope)
- Dok. 013 NEU: Akquise- & Conversion-Logik (Auffahrten statt Funnel)
- Rebranding brandwork.io → Brand Rules (brand-rules.com)
- Schichtverletzungen behoben, Ordner-Symmetrie hergestellt, Verweise konsolidiert
3. _markemacht.de/ – Web-Frontend Design-Sandbox
- Statische HTML-Entwürfe (Startseite, Methode, Manifest, Denken, Blog)
- Design-System (warm_intellectualism, based_web_design)
- Assets (CSS, JS, Favicon)
Konfiguration:
- .gitignore um .DS_Store und Thumbs.db erweitert
- Lokale Git-Identity gesetzt: Kevin Adametz <kevin.adametz@me.com>
- .env wird ignoriert (nur .env.example versioniert)
Konfliktregel: Bei Spannung zwischen Code und Methodik gilt die Methodik (Dok. 000).
Co-authored-by: Cursor <cursoragent@cursor.com>
5.3 KiB
Wissensdokument 004
Jetzt kommen wir an den Punkt, an dem Strategie zu Systemlogik wird.
Es ist das Dokument, das entscheidet, ob Brand Rules ein ernstzunehmendes Marken-Betriebssystem wird – oder nur ein weiteres KI-Tool.
Der Marken-Agent
Wie die Marken-DNA operativ genutzt wird
(Generieren, Prüfen, Absichern)
Status: Fixiert
Version: 1.0
Zweck: Definition der Funktionslogik des Marken-Agenten
Anwendung: Brand Rules · Produktdesign · Agent-Architektur
1. Grundannahme (nicht verhandelbar)
KI darf keine Marke erfinden.KI darf nur innerhalb klar definierter Grenzen handeln.
Der Marken-Agent ist kein Kreativpartner,
sondern ein exekutives System.
Seine Aufgabe ist:
- Markenlogik anzuwenden
- Konsistenz sicherzustellen
- Fehlentscheidungen zu verhindern
Nicht:
- zu inspirieren
- zu überraschen
- zu provozieren um jeden Preis
2. Die Rolle des Marken-Agenten (klar definiert)
Der Marken-Agent ist:
Die operative Verlängerung der Marken-DNA.
Er übernimmt Aufgaben, die bisher:
- implizit
- personenabhängig
- fehleranfällig
waren.
Er ersetzt nicht den Menschen,
sondern entlastet ihn von Wiederholungsentscheidungen.
3. Die drei Kernfunktionen des Marken-Agenten
Der Agent hat drei klar getrennte Funktionsmodi.
Diese Trennung ist essenziell.
3.1 FUNKTION 1: GENERIEREN
„Erzeuge markenkonforme Inhalte.“
Zweck:
Produktive Umsetzung der Marken-DNA.
Was der Agent darf:
- Inhalte formulieren
- Strukturen vorschlagen
- Tonalität einhalten
- Themen korrekt einordnen
Was der Agent nicht darf:
- neue Markenpositionen ableiten
- Aussagen erfinden
- Regeln überschreiben
Input:
- Marken-DNA (Version X)
- Content-Typ (z. B. LinkedIn, Website, Angebot)
- Thema / Ziel
Output:
- Entwurf (nicht „finale Wahrheit“)
Der Agent schreibt nie „die Marke“.Er schreibt für die Marke.
3.2 FUNKTION 2: PRÜFEN (DER WICHTIGSTE TEIL)
„Ist dieser Inhalt markenkonform?“
Zweck:
Verhindert Markenverwässerung.
Diese Funktion ist wichtiger als Generierung.
Der Agent prüft:
- Tonalität (Do’s / Don’ts)
- Themenrahmen (erlaubt / tabu)
- Entscheidungsgrenzen (No-Gos)
- Positionierungslogik (passt / passt nicht)
Ergebnis ist immer eines von drei Zuständen:
- Konform → freigabefähig
- Teilweise konform → konkrete Hinweise
- Nicht konform → klare Begründung
Regel:
Der Agent bewertet, aber entscheidet nicht endgültig.
Der Agent ist der Marken-TÜV.Nicht der Marken-Chef.
3.3 FUNKTION 3: ABSICHERN
„Schütze die Marke vor Fehlentwicklungen.“
Zweck:
Langfristige Markenkonsistenz.
Absicherungsmechanismen:
- Verbotene Begriffe / Claims
- Format-No-Gos
- Haltungs-Grenzen
- Branchen-/Rechts-Constraints (optional)
Wenn eine Grenze verletzt wird:
- kein stilles Umschreiben
- kein Halluzinieren
Sondern:
„Dieser Inhalt verstößt gegen Regel X der Marken-DNA.
Möchten Sie die DNA anpassen – oder den Inhalt ändern?“
Wichtig:
Die DNA ist höher priorisiert als jeder Inhalt.
4. Die Entscheidungslogik des Agenten (Prioritäten)
Wenn Regeln kollidieren, gilt folgende Hierarchie:
- Entscheidungs- & Grenzregeln
- Identitätskern
- Positionierungslogik
- Sprach- & Tonalitätsregeln
- Themenrahmen
Grenzen schlagen Botschaften.Haltung schlägt Kreativität.
5. Kein autonomes Lernen – bewusste Weiterentwicklung
Der Marken-Agent lernt nicht selbstständig.
Er wird weiterentwickelt.
Was als Lernsignal gilt:
- Nutzer-Edits (bewusst)
- explizite Freigaben
- DNA-Versionierungen
Was kein Lernsignal ist:
- Likes
- Reichweite
- Trends
- Algorithmen-Hypes
Markenführung ist kein Optimierungsproblem,sondern ein Führungsproblem.
6. Versionierung & Verantwortung
Jede Marken-DNA ist:
- versioniert
- datiert
- verantwortet
Grundsatz:
- Inhalte referenzieren immer eine DNA-Version
- Änderungen an der DNA sind sichtbar
- Alte Inhalte bleiben erklärbar
Markenänderungen sind bewusste Entscheidungen –keine Nebenwirkungen.
7. Abgrenzung zu klassischen KI-Tools
Der Marken-Agent ist kein:
- Prompt-Interface
- Chatbot
- Kreativspielplatz
Er ist:
Ein regelbasiertes Markensystem mit KI-Unterstützung.
Die KI ist Mittel, nicht Zweck.
8. Produktlogische Konsequenzen für Brand Rules
Daraus ergeben sich zwingend:
- Trennung von „Erstellen“ und „Freigeben“
- Sichtbare Regelreferenzen („Warum wurde das abgelehnt?“)
- Audit-Log („Wer hat was wann geändert?“)
- Rollen & Rechte (Owner / Editor / Viewer)
Ohne diese Elemente:
- kein Vertrauen
- keine Skalierung
- kein Mittelstand
9. Der eigentliche Wertversprechen (intern)
Brand Rules verspricht nicht:
- mehr Reichweite
- virale Posts
- kreative Höhenflüge
Sondern:
Markenkonsistenz ohne Abhängigkeit von Einzelpersonen.
10. Zusammenfassung (Essenz)
- Der Agent generiert innerhalb von Regeln
- Er prüft strenger, als er schreibt
- Er schützt die Marke vor sich selbst
- Er ersetzt keine Entscheidung – er erzwingt sie
Der Marken-Agent ist kein Autor.Er ist ein Wächter.