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Kevin Adametz 748a0d4b7e reports: Aufrufe nach Alter aufschlüsseln und Basiswerte festhalten
Der Gesamtmedian über ein Zeitfenster taugt nicht als Basiswert. `hits` ist ein
mitlaufender Gesamtzähler, und die Aufrufe wachsen nach der Veröffentlichung
über Wochen weiter — auf dem Bestand liegt der Schnitt in der ersten Woche bei
rund 75 und nach drei Wochen bei rund 230, ohne dass ein Plateau erreicht wäre.
Gemessen wird damit nicht, wie viele Aufrufe eine Meldung bekommt, sondern wie
viel eine zufällig alte Meldung bisher gesammelt hat. Dieser Wert verschiebt
sich mit der Altersmischung des Fensters; zwei Messungen zu verschiedenen
Zeitpunkten wären nicht vergleichbar, und genau das braucht ein Basiswert.

Der Report weist die Aufrufe deshalb zusätzlich nach Alterskohorten aus. Erst
die einzelne Kohorte ("Median der Meldungen im Alter von 28 bis 55 Tagen") ist
in einem halben Jahr identisch erhebbar. Der Altbestand bleibt außen vor — seine
Zähler stammen aus dem Altsystem und haben keine hier nachvollziehbare
Vorgeschichte.

Dazu die am 01.09. auf Live erhobenen Basiswerte und die daraus folgende
Empfehlung zu E2: Rohzahlen. Es gibt keinen Bodensatz, den eine Einordnung
kaschieren müsste (unter 25 Aufrufen liegen 2 % beziehungsweise 0 % der
Meldungen), die Verteilungen sind nahezu symmetrisch, und eine Einordnung gegen
den Portaldurchschnitt wäre wegen der Wachstumskurve sogar falsch — sie
verglich eine zwei Tage alte Meldung gegen einen Schnitt aus drei Monaten.

Die Roadmap führte openPR als zweite Zulaufquelle. Das ist korrigiert: openPR
ist der Presse-API-Verteiler von connektar, also derselbe Zulauf. In den Daten
hat genau ein API-Token je einen Zugriff gemacht.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-01 12:40:51 +00:00

5.5 KiB
Raw Blame History

Basiswerte Block 0

Erhoben: 01.09.2026 auf dem Live-System Fenster: 01.06.2026 bis 01.09.2026 Erhoben mit: press-releases:view-distribution, press-releases:rejection-rate

Diese Werte sind der Vergleichspunkt für alles, was aus Block 1 folgt. Sie stehen fest, bevor die erste Maßnahme live geht — genau dafür existiert Block 0.


0.1 Aufrufzahlen

Gesamtverteilung im Fenster

Portal PMs Min P10 P25 Median P75 P90 Max Mittelwert
Presseecho 1436 1 43 72 98 164 212 412 118,6
Businessportal24 1491 7 81 127 200 279 351 1376 214,4

Aufgeteilt nach Bestand:

Portal Bestand PMs Median
Presseecho seit Relaunch 1172 100
Presseecho Altbestand 264 58
Businessportal24 seit Relaunch 1210 202
Businessportal24 Altbestand 281 189

Häufigkeitsverteilung:

Klasse Presseecho Businessportal24
0–24 Aufrufe 2 % 0 %
25–49 11 % 4 %
50–99 38 % 11 %
100–199 37 % 35 %
200–499 12 % 48 %
500–999 0 % 2 %
1000+ 0 % 0 %

⚠ Der Gesamtmedian ist NICHT der Basiswert

press_releases.hits ist ein mitlaufender Gesamtzähler, und die Aufrufe wachsen nach der Veröffentlichung über Wochen weiter. Gemessen auf der Dev-Kopie (Stand 13.08.), nur Meldungen seit dem Relaunch:

Alter der Meldung Presseecho ⌀ Businessportal24 ⌀
0–6 Tage 76 81
7–13 Tage 128 126
14–20 Tage 169 179
21–27 Tage 235 231

Nach drei Wochen ist kein Plateau erreicht — die Kurve steigt weiter. Damit misst der Median über ein Drei-Monats-Fenster nicht, wie viele Aufrufe eine Meldung bekommt, sondern wie viel eine zufällig alte Meldung bisher gesammelt hat. Dieser Wert verschiebt sich mit der Altersmischung des Fensters; zwei Messungen zu verschiedenen Zeitpunkten wären nicht vergleichbar.

Vergleichbar ist nur die einzelne Alterskohorte. Der Report gibt sie seit dem 01.09. mit aus. Als Basiswert festzuhalten ist die Zeile „28–55 Tage" je Portal — sie lässt sich in einem halben Jahr identisch erheben.

Offen: Die Kohortenwerte vom Live-System fehlen noch. Der Report ist nachgerüstet, aber die Zahlen oben stammen aus dem Lauf davor. Vor dem Livegang von Block 1 einmal nachziehen: php artisan press-releases:view-distribution --json > basiswert-0.1.json


0.2 Ablehnungsquote je Quelle

Quelle Eingereicht Veröffentlicht Abgelehnt Quote
API: connektar.de Presseverteiler (#13993) 2428 2369 59 2,4 %
direkt (Kundenbereich) 13 13 0 0 %
gesamt 2441 2382 59 2,4 %

Nur eine API-Quelle

Die Roadmap nannte ursprünglich „connektar, openPR, direkt". Das war ein Missverständnis: openPR ist kein zweiter Kanal, sondern der Presse-API-Verteiler von connektar — also derselbe Zulauf. Bestätigt am 01.09.2026.

In den Daten: genau ein API-Token wurde je benutzt (User 13993). Der Report gruppiert trotzdem generisch je API-Client, damit ein späterer zweiter Kunde automatisch eine eigene Zeile bekommt.

⚠ Was diese Zahl für Block 1d bedeutet

59 Ablehnungen im Quartal sind eine schmale Grundlage. Grobe Abschätzung bei n ≈ 2400 und p = 2,4 %: Der Standardfehler liegt bei rund 0,3 Prozentpunkten, der eines Vorher-Nachher-Vergleichs bei rund 0,44.

Angestrebte Wirkung von 1d Erkennbar nach einem Quartal?
Quote halbiert (2,4 % → 1,2 %) ja, rund 2,7 Standardfehler
Quote um 20 % gesenkt (2,4 % → 1,9 %) nein, rund 1,1 Standardfehler

Folge für die Abbruchbedingung von Block 1: „Wiedereinreichung nach Ablehnung ist messbar" als Kriterium arbeitet mit rund 59 Fällen je Quartal. Ein Schwellwert muss dazu passen, sonst wird Block 1 an einem Rauschen gemessen.


Was daraus für E2 folgt

E2 — Zeigt die Absenderansicht Rohzahlen oder eine Einordnung gegen den Portaldurchschnitt?

Empfehlung: Rohzahlen. Begründung:

  1. Kein Bodensatz, den eine Einordnung kaschieren müsste. Unter 25 Aufrufen liegen 2 % (Presseecho) beziehungsweise 0 % (Businessportal24) der Meldungen. Die Befürchtung aus der Roadmap — „fällt die Verteilung schwach aus, werden Rohzahlen zum Nachteil" — tritt nicht ein.
  2. Die Verteilungen sind nahezu symmetrisch. Mittelwert zu Median: 118,6 zu 98 und 214,4 zu 200. Es gibt keine Handvoll Ausreißer, die den Schnitt nach oben zieht und die Mehrheit darunter zurücklässt.
  3. Eine Einordnung gegen den Portaldurchschnitt wäre sogar falsch. Wegen der Wachstumskurve oben vergleicht sie eine zwei Tage alte Meldung gegen einen Schnitt, der drei Monate alte Meldungen enthält — jede frische Veröffentlichung sähe wie ein Misserfolg aus. Eine Einordnung müsste zwingend altersgleich sein, und dann ist sie deutlich aufwendiger als der Nutzen rechtfertigt.
  4. Ein portalübergreifender Durchschnitt verbietet sich ohnehin. Die Mediane unterscheiden sich um den Faktor zwei (98 gegenüber 200). Jede Einordnung müsste je Portal geführt werden.

Wenn später doch eine Einordnung gewünscht ist, dann als Perzentil-Angabe innerhalb der eigenen Alterskohorte („liegt über 60 % der Meldungen vergleichbaren Alters auf diesem Portal") — nicht als Vergleich gegen einen Durchschnitt. Die Kohortenlogik dafür steht bereits im Report.